Zur Ausstellung: ANGELIKA SUMMA Kugel, Knäul, Verdichtung – Eisen, Stahl und Draht ALFONSO MANNELLA Urbane Konstruktionen – Malerei, Farbradierung und Fotografik

DARMSTADT – Noch ist Claus K. Netuschil beim Feinschliff der neuen Ausstellung, die am Sonntag in seiner Darmstädter Galerie eröffnet wird. Doch schon beim ersten Blick auf das Miteinander der Plastiken von Angelika Summa und der Bilder von Alfonso Mannella meint der Besucher, verblüffende Nähen zwischen ihnen zu entdecken. Denn die Arbeiten beider Künstler leben von der Kraft der Linie einerseits, dem Mut im Umgang mit „ungeordnetem“ Raum andererseits. Summas Knäuel und Verdichtungen aus Metall könnten durchaus als dreidimensionale Interpretationen des städtischen Gewimmels durchgehen, als das Mannella New York, Shanghai, Peking oder Berlin zeigt.
Doch dann wird schnell klar, dass die vermeintliche Übereinstimmung zwei sehr unterschiedliche Erlebenswelten spiegelt, in denen nur hier wie da allzeit Betrieb ist. Claus K. Netuschil hat mit sicherem Gefühl für diese ästhetische Klammer Mannella, dessen Bilder er zuletzt 2015 gezeigt hat, und Summa, die zum ersten Mal ausstellt, als Doppel zusammengebracht.

„Urbane Konstruktionen“ sind dabei das immer wiederkehrende Thema des 1965 im sizilianischen Piazza Armerina geborenen Alfonso Mannella, der in Oppenheim lebt. Die Megacitys unserer Welt werden bei ihm zu Ölbildern, Farbradierungen und Fotografiken – nun der Jahre 2017 bis 2019. Seine großen Gemälde erzählen dabei mit breitem, freien Strich und Lust an starken Farben, aber durchaus auch klassischen malerischen Elementen wie Perspektive oder diffusen Lichtwirkungen vor allem von Mannellas Liebe zu New York. Seine „Grand Army Plaza“ gibt den Blick auf das Straßengewirr frei. Doch hebt der Maler durch tiefes Grün im Vordergrund auch heraus, dass diese Metropole mit Parks nur so prunken kann.

Faszinierend sind jedoch vor allem seine grafischen Arbeiten. Mit Kaltnadel und Flex bringt er die Stadtsituationen mal als Silhouettenspiel, mal als Wucht in Schwarz auf die Druckplatten, setzt im Anschluss an den Druckprozess mit Ölfarbenklecksen sparsame, aber wirkungsvolle farbige Akzente auf die oft sehr großen Blätter. Die Stadt lebt, selbst in ihren baulichen Symbolen, wie Mannella bei anderen Serien von Kleinformaten beweist. Dort verschwinden die bekannten Hingucker als fotografierter „Untergrund“ fast hinter seinen Strichlandschaften, sie müssen entdeckt werden. (…)

„Gefährliche Gedanken“, „Sinnkugel“ oder „Gordischer Knoten“: Angelika Summa setzt den Betrachter bei manchen ihrer zunächst so abstrakt wirkenden Plastiken aus industriell vorgefertigten Metallmaterialien wie Drähten, Rohren, Bändern oder Seilen mit deren Namen selbst auf eine Spur. Bei den Arbeiten der Würzburgerin handelt es sich um mehr als um „Gadgets“(englisch für „Technischer Schnickschnack“) oder „Knäuel“, wie andere Titel ironisch lauten. Zwar sind ihre „Skulptons“ vor allem elegante Geometrie, da Summa jeweils mehrere Schichten und Größen feinmaschig geknüpfter Kugeln ineinander verschränkt. Aber es geht eben auch in die Psychologie, ins Urmenschliche.
Summa wagt den Spagat zwischen seelischen Inhalten, die sich dem Betrachter erst erschließen müssen, und bildhauerischen Uraufgaben wie der raffinierten Darstellung als Raumkörper, der Allansichtigkeit, der Materialmassierung oder -reduktion. Form und Gehalt ist beispielsweise ihre „Seelenwägung“, bei der viele Kupferrohre wie Tentakeln aus einer Kupferkugel wachsen und im Nichts des freien Raums enden. Hier spielt die Künstlerin einerseits damit, dass dank ihrer Konstruktion sehr wenige Kupferdrähte ein doch beachtliches Gewicht tragen können. Aber sie schafft auch ein Sinnbild: Genauso chaotisch wie bei diesen Drähten kann es in einem Menschenkopf bisweilen vorgehen.

(Darmstädter Echo, 22.3.2019)

 

Galerie Netuschil, Darmstadt

24.März – 18.Mai 2019

Freitag, 5. April 2019, 19.00 Uhr: Führung durch die Ausstellung

KONZERT IN DER GALERIE
MANNELLA AKUSTISCH UND LIVE
eine Kombination aus deutschem Pop und Rock und einem Hauch
italienischem Soul
mit Peter Knorr (Gitarre), Martin Ignatz (Schlagzeug), Klaus Großmann (Bass)
und Alfonso Mannella (Gitarre und Gesang)
(mit Anmeldung bis 30. April 2019, Eintritt: Euro 10,-)

Samstag, 18. Mai 2019, 11.00 bis 13.00 Uhr:
Führung, Finissage und kleines
Künstlerfrühstück (mit Anmeldung)

Offenes Atelier 22. / 23. September 2018

Samstag, 22.9.18  14-19 Uhr
Sonntag, 23.9.18  14-19 Uhr

Auch 2018 öffnen professionelle Künstlerinnen und Künstler
wieder in ganz Rheinland-Pfalz ihre Ateliers im September.

Ich freue mich auf Ihren / Euren Besuch!

ATELIER:
Steckengasse 36
55276 Oppenheim

Nachrichten an: info@mannella.de

 

 

„Kunst-Brand in den Markthäusern“

6 Künstler zeigen ihre Arbeiten bis 15. Januar
Susan Geel | Alfonso Mannella | Renate Ott |
Achim Ribbeck | Carmen Stahlschmidt | Clemens Strugalla
Markthäuser am Rebstockplatz (direkt am Marktplatz)
Mainz
„Kunst in der Stadt“
Mainzer City-Management
Kulturamt der Stadt Mainz –
die Wohnbau.Brand_kunst_bild1

MALEREI / GRAFIK _ALFONSO MANNELLA
PLASTIK_RENATE OTT

Einzelausstellung Düsseldorf

 „Alfonso Mannella – urbane Impressionen“
Einzelausstellung zur Eröffnung des „Kultur-Zimmer Flingern“
Hoffeldstr. 27
40235 Düsseldorf
18. 6. -2.9.2017
www.kultur-zimmer.de

FINISSAGE 2.9.2017  16 Uhr
ab 17 Uhr MANNELLA UNPLUGGED – Songs aus der neuen CD „ZIMT“
Wer den Sommer vermisst und in diesen Regentagen bereits Herbstgefühle bekommt,
sollte sich unbedingt unseren neuen Musikclip auf Youtube anschauen.
„Schmetterling“ ist Song 2 der neuen CD Zimt und er verbindet die Sehnsucht nach Sommer mit schönster herbstlicher Melancholie.
https://www.youtube.com/watch?v=PI4xhPxuvF8
Die ganze CD gibt es bei Spotify oder zum Downloaden oder direkt bei uns 🙂
https://open.spotify.com/album/1UkGXOhlduc5zZwxlBr0hj